Veranstaltungsarchiv

Veranstaltungen 2023

Europapreis 2023

21. Juni 2023
Preis geht in diesem Jahr an die Kreismusikschule Oberlahn

Zum zweiten Mal wurde von der Europa-Union Oberlahn der Europapreis vergeben. Mit diesem Preis soll jährlich ein besonderes Engagement in der Oberlahnregion für das Zusammenleben im europäischen Haus gewürdigt werden.

Nachdem der Preis im vergangenen Jahr an das Weilburger Gymnasium Philippinum gegangen war, wurde er in diesem Jahr der Kreismusikschule Oberlahn zugesprochen.

Vorsitzender Tobias Eckert, MdL, überreichte im Hof der Kreis- und Stadtbücherei einen Scheck in Höhe von 500 Euro sowie ein Buchgeschenk an Schulleiter Dr. Martin Krähe und die Vorsitzende der Musikschule, Marianne Kessler-Hemmerle. „Wie könnte das besser funktionieren als mit Musik, der international gelebten Völkerverständigung?“ fragte Marianne Kessler-Hemmerle, die sich herzlich für den Preis bedankte. Sie berichtete von Treffen und Konzerten in Weilburgs Partnerstädten, zuletzt über einen Besuch im französischen Privas, an dem auch die „Stabile Saitenlage“, ein Mandolinenensemble der Musikschule teilgenommen hatte.

Schulleiter Krähe berichtete, dass ein Teil des Preisgeldes für den Musikunterricht ukrainischer Kinder und Jugendlicher verwendet werde. „Sie beeindrucken uns sehr mit ihren Talenten und bereiten uns viel Freude“ führte er weiter aus.

Die Übergabe des Preises fand passenderweise im Rahmen der Veranstaltung „Fête de la Musique“ statt. Das ursprünglich in Frankreich ins Leben gerufene Festival findet jährlich am 21. Juni in vielen Städten Europas statt und soll Musikern jeglicher Stilrichtung eine Auftrittsmöglichkeit im öffentlichen Raum bieten.

Die Kreismusikschule Oberlahn beteiligt sich bereits seit 10 Jahren am „Fête de la Musique“.

Zum Europatag 2023

05. Mai 2023
Kundgebung auf dem König-Konrad-Platz in Weilburg

Die Europa-Union Oberlahn, der Städtepartnerschaftsverein und die Stadt Weilburg hatten auch in diesem Jahr wieder Mitglieder und Öffentlichkeit zu einer Kundgebung auf dem König-Konrad-Platz in Weilburg eingeladen.
Tobias Eckert, Vorsitzender der Europa-Union Oberlahn und Mitglied des Hessischen Landtags, Joachim Walther vom Städtepartnerschaftsverein Weilburg sowie Bürgermeister Johannes Hanisch begrüßten die zahlreich erschienenen Teilnehmer, bevor eine Blechbläsergruppe der Kreismusikschule Oberlahn die Veranstaltung musikalisch eröffnete.
Tobias Eckert machte deutlich, dass nach der Aggression Russlands Europa besonders zusammenstehen und den Zusammenhalt weiter festigen müsse. Nach 70 Jahren Frieden in Europa sei mit Russlands Angriff auf die Ukraine tatsächlich eine Zeitenwende eingetreten. Umso wichtiger sei, dass ein friedliches Zusammenleben in Europa noch stärker in den Fokus rücken müsse. In diesem Zusammenhang stellte er den vom Kreisverband der Europa-Union ausgelobten Europa-Preis vor, der auch dieses Jahr wieder an Personen, Gruppen oder Institutionen unserer Region für besonders Engagement um den europäischen Gedanken verliehen wird.
Hans-Peter Schick, zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes der Europa-Union und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Weilburg: „Europaweit will der heutige Tag uns alle für das Miteinander und Füreinander aller Menschen gewinnen. Europa gewinnt nur dann, wenn wirklich alle Menschen gleiche Chancen haben.“
Bürgermeister Hanisch erwähnt den historischen Hintergrund der europäischen Einigungsidee, deren Ziele und dass vor dem Hintergrund des russischen Angriffs der Ukraine der Frieden in Europa leider keine Selbstverständlichkeit mehr sei.
Joachim Walther machte auf ein anstehendes Jubiläum aufmerksam: 65 Jahre Städtepartnerschaft Privas-Weilburg. Diese erste Partnerschaft der Stadt wurde bereits 1958 mit der Kleinstadt Privas in der Ardèche im Südosten Frankreichs geschlossen. Weilburg pflegt heute Kontakte zu sechs Städten in sechs Ländern Europas und diese Städtepartnerschaften zeichnen sich nach wie vor durch Lebendigkeit aus: Menschen lernten sich näher kennen, interessierten sich zunehmend füreinander, rückten näher zusammen und schlossen auch zunehmend Freundschaften.

 

 

Veranstaltungen 2022

Europapreis der Europa-Union Oberlahn

09. Dezember 2022
Erster Europapreis der Europa-Union geht an Gymnasium Philippinum Weilburg

Das Gymnasium Philippinum erhält den Europapreis in Höhe von 500 Euro, den der Kreisverband Oberlahn der Europa-Union zum ersten Mal ausgelobt hat. Tobias Eckert (MdL), Vorsitzender der Europa-Union Oberlahn, überreichte den Preis an Schulleiter Stefan Ketter in der Aula des Gymnasiums.

„Wir wollen die europäische Idee wieder stärker ins Licht rücken, denn das europäische Friedensprojekt ist nicht selbstverständlich, wie man heute sieht“, sagte Tobias Eckert. Die Idee von Europa müssten Menschen leben und mit Leben füllen und in Zukunft gestalten. Es sei wichtig, diese Idee weiter zu tragen und über Europa und Zukunftsvisionen zu reden. Deshalb habe die Europa-Union diesen Preis ins Leben gerufen, der an Personen oder Institutionen in unserer Region für besondere Aktivitäten zur Förderung des europäischen Gedankens verliehen werden soll. Nun sei er zum ersten Mal vergeben worden. Erster Preisträger ist damit das Gymnasium Philippinum in Weilburg. Es erhält diesen Preis in Würdigung der vielen Aktivitäten von Lehrerkollegium und Schülerschaft zur Förderung von Dialog und Verständigung mit unseren europäischen Nachbarn.

Stefan Ketter, der Schulleiter des Gymnasiums bedankt sich herzlich für den Preis und die Anerkennung, die die Schule damit erfährt. Als der stellvertretende Vorsitzende der Europa-Union Oberlahn Hans-Peter Schick ihm mitgeteilt habe, dass das Gymnasium als Preisträger ausgewählt wurde, habe ihn das mit Freude und Dankbarkeit erfüllt, führt Ketter weiter aus: „Ich freue mich, dass ich Schulleiter einer so aktiven Schule sein darf, die den europäischen Gedanken in vielfältigen Vorhaben und Aktionen vorantreibt und bin dankbar für Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, die viel Zeit und persönliches Engagement in die Idee eines vereinten Europas investieren", sagte Ketter. Einige dieser Kollegen und Schüler die sich um den europäischen Gedanken im Umfeld der Schule verdient gemacht hatten, waren zur Feierstunde stellvertretend eingeladen.  Beispielhaft stellte der Schulleiter einige dieser Aktivitäten vor.

Die ehemalige Kollegin Ulrike Fuhrmann-Grote sei in ihrer aktiven Zeit maßgeblich verantwortlich für die Schüler-Austausche mit Frankreich und der Partnerstadt Privas. Sie habe jährliche Aktionen zum deutsch-französischen Tag und zur Europa-Woche organisiert. „Ulrike Fuhrmann-Grote hat die deutsch-französische Freundschaft gelebt und ist dafür mit den höchsten Auszeichnungen Frankreichs dekoriert worden“, sagte der Schulleiter. Als Nachfolgerin halte Evelyn Seggern nun die Fahne der Französisch-Fachschaft hoch.

Barbara Klass, als Englisch-Lehrkraft zuständig für die früheren Comenius- und heutigen Erasmus-Projekte motiviere mit viel Engagement Kollegen zur Mitarbeit an den Projekten und ermögliche so gemeinsame europäische Vorhaben und persönliche Kontakte.

Julia Lorenzo, stellvertretend für die Fachschaft Spanisch, trete vehement für diese moderne Fremdsprache am Philippinum ein. „Bisher haben wir Spanisch als dritte Fremdsprache in der gymnasialen Oberstufe“, sagte Ketter. Es sei in Planung, Spanisch als zweite Fremdsprache anzubieten. Die Fachschaft Spanisch betreibe seit vielen Jahren einen Austausch mit einer Schule in Girona.

Bärbel Kamphausen-Muser vertrete das Fach Politik und Wirtschaft und habe zahlreiche Projekte wie „Simulation Europäisches Parlament“ angeboten, erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen mit einer Fahrt nach Straßburg oder Unterrichtsprojekte organisiert.

„Am wichtigsten sind für uns die persönlichen Begegnungen von Mensch zu Mensch, wie sie bei Austauschen und Erasmus-Projekten ermöglicht werden", meinte Ketter. Diese persönlichen Beziehungen, das Verständnis für kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede, seien die Säulen für ein friedliches und kooperatives Miteinander der europäischen Staaten.

Ehrennadel der Europa-Union Deutschland für Werner Richter

20. Mai 2022
Hohe Auszeichnung für unseren Ehrenvorsitzenden

Heute wurde in einer Feierstunde im Bergbau- und Stadt-Museum Weilburg unserem Ehrenvorsitzenden Werner Richter die Ehrennadel in Gold der Europa-Union Deutschland für seinen langjährigen Einsatz für ein geeintes und friedliches Europa überreicht.

„Werner Richter ist der Europäer in der Stadt Weilburg, ein wahrer Freund Europas und das bereits seit seiner Jugend. Schon im Alter von 17 Jahren knüpfte er im Rahmen eines Schüleraustauschs erste Freundschaften im französischen Privas, noch bevor die Städtepartnerschaft zwischen Privas und Weilburg offiziell besiegelt wurde“, führte der Laudator und Zweite Vorsitzender der Europa-Union Oberlahn, Hans-Peter Schick, aus. Seit 65 Jahren ist der heute 82-Jährige Mitglied der Europa-Union und mittlerweile Ehrenvorsitzender unseres Kreisverbandes, der im Jahre 1954 gegründet wurde.

Habe am Anfang der Europa-Union und der Städtepartnerschaften die Festigung des Friedens zwischen den Staaten Europas und das Heilen der Wunden des Zweiten Weltkriegs gestanden, so habe sich daraus inzwischen das gemeinsame Ziel entwickelt: ein friedliches, freiheitliches und föderales Europa, das transparent, demokratisch und handlungsfähig ist

„Höchst dankbar bin ich Ihnen persönlich für die vielen gemeinsamen Fahrten in unsere Partnerstädte“, sagte der Laudator. Diese Fahrten seien einerseits beeindruckende und nachhaltig wirkende Erlebnisse des Miteinanders über Grenzen hinweg gewesen, darüber hinaus aber auch exzellente Bildungsreisen. Von Werner Richter habe er immer noch etwas lernen können und könne es noch immer. Werner Richter sei aber auch ein Sprachgenie. Bei vielen europäischen Begegnungen sei er die Stimme Weilburgs gewesen, insbesondere in Italien und Frankreich.

Hans-Peter Schick führt weiter aus: „Werner Richter war über Jahrzehnte Vorsitzender, Vordenker und Motor der Europa-Union Oberlahn“. Er habe aber auch in Gremien der Stadt Weilburg gewirkt und engagiere sich noch immer mit Freude im Geschichtsverein der Stadt und habe sich vielfältig für die örtliche Gemeinschaft in seinem Wohnort Waldhausen eingesetzt.

„Ich danke Margarete und Werner Richter für ihr Engagement und ihre Umtriebigkeit“, sagte Bürgermeister Johannes Hanisch (CDU). Er sei der „Elder Statesman“ von Weilburg im Sinne von Freundschaft und im Sinne von Europa, ein Repräsentant Weilburgs, ein zentraler Anker, der ein Erbe hinterlasse. Richter habe im Sinne des europäischen Gedankens gewirkt. „Ich spreche ihnen meinen tiefen Respekt aus, Sie fühlen sich der Freundschaft innerhalb Europas verpflichtet und erfüllen sie mit Leben“, sagte Hanisch. In diesen Zeiten sei das so wichtig wie nie.

Tobias Eckert, MdL und Vorsitzender der Europa-Union Oberlahn, überreichte Werner Richter die Ehrennadel in Gold, die Urkunde und ein Buchgeschenk sowie seiner Gattin Margarete einen Blumenstrauß. „Als Ehrenvorsitzender Europa-Union Oberlahn sind Sie noch immer im Vorstand aktiv, dafür ein großes Dankeschön.“

Werner Richter bedankt sich herzlich für die große Ehrung und erinnert daran, dass am Europatag im Jahre 1954 der Kreisverband Europa-Union Oberlahn gegründet wurde und an die Gründungsmitglieder, die die Idee der Europäischen Union in die Hand genommen hätten. „Wir hoffen und beten, dass der Krieg in der Ukraine bald zu Ende ist, denn er bedroht ganz Europa“, sagte Richter.